HAUS MIT AUGENBRAUEN / 2015-2017
eine Fassadengestaltung von Peter Sandbichler
Für den Kunst am Bau-Wettbewerb "VARTA Haus" Ecke Mariahilfer Straße/Getreidemarkt lädt section.a Marlene Hausegger, Christian Hutzinger und Peter Sandbichler ein, Entwürfe zu präsentieren. Ziel ist, eine künstlerische Markierung am Gebäude vorzunehmen, die sich auf den Standort und seinen baulichen Kontext bezieht, der markanten Portalsituation in die Mariahilfer Straße gerecht wird und sich zeitgemäß in das Straßenensemble einfügt.
Peter Sandbichler geht als Gewinner des Wettbewerbes hervor. Sein 2017 realisierter Entwurf gibt dem Haus sein „ursprüngliches Gesicht“ zurück. Das künstlerische Konzept sieht eine Verbindung des historischen mit dem zeitgenössischen Gebäudeteil vor. Er transformiert die Fassadengestaltung aus dem Jahr 1868 in ein System geometrischer Elemente. Vertrautes verwandelt sich in mehrfach geknickte Motive, deren Vor- und Rücksprünge im Spiel von Licht und Schatten kaum zu fassen sind. Das Gebäude erhält dadurch die für diesen Häuserstil typische plastische Wirkung und Hierarchisierung der Stockwerke zurück. Aus der Nähe zeigt sich das eigenständige formale Vokabular, das in seiner Interpretation in Anlehnung an den futuristischen Dachaufbau offen ist. Peter Sandbichler ist es gelungen, das Motiv des verlorenen gründerzeitlichen Fassadenschmuckes in eine überzeugende zeitgenössische Form zu übersetzen.
Auftraggeber: Michael Tojner / WertInvest
Künstler:innen: Marlene Hausegger, Christian Hutzinger, Peter Sandbichler
© Fotos: Künstler:innen
Auftakt: 11. Februar 2026
Literatur ist mehr als nur Text. Sie ist ein sozialer Raum, ein Ort der Aushandlung, der Erinnerung und der Imagination. Sie entsteht im Schreiben, entfaltet sich im Lesen und gewinnt ihre gesellschaftliche Relevanz im Teilen, Diskutieren und Erfahren.
Vor diesem Hintergrund kuratieren wir gemeinsam mit dem Fachbeirat des Kulturgremiums ein Schwerpunktjahr, das sich nicht als singuläres Event versteht, sondern als strukturgebender Prozess, der bestehende Praktiken sichtbar macht, vernetzt und nachhaltig stärkt.
Auftaktveranstaltung
Mittwoch, 11.02.2026, 17:00
Robert-Musil-Institut
Bahnhofstraße 50, 1. Stock
9020 Klagenfurt / Celovec
Programmpräsentation
Christine Haupt-Stummer, Andreas Krištof, Doris Moser, Dominik Srienc
Eröffnung
Landeshauptmann Peter Kaiser
Kulturreferent des Landes Kärnten
Bookoskop
Bianca Braunshofer
Literarisch-Musikalische Intervention
Lena Kolter
26. bis 30. Jänner 2026
Nach ihrer Präsentation 2025 im kärnten-museum in Klagenfurt findet die Ausstellung Hinschaun! Poglejmo. nun eine Fortsetzung und wandert nach Ljubljana. Dort ist sie in der Nationalversammlung der Republik Slowenien zu sehen. Das freut uns sehr!
Hinschaun! Poglejmo. verknüpft die NS-Herrschaft in Kärnten mit Schauplätzen von Krieg, Repression und Massenmord in Norwegen, Polen, Slowenien, Kroatien und Italien. Die Ausstellung rückt Widerstand ebenso in den Fokus wie vergessene Tatorte, kontextualisiert Nachkriegsbiografien neu und nimmt die institutionelle Perspektive des Museums kritisch in den Blick. Wir fragen: Was ist geschehen? Wie wurde erinnert? Und was bedeutet das für unsere Gegenwart?
Nach Slowenien wandert ein Teil dieser Erzählung – und zwar jener, der Aspekte der NS-Herrschaft beleuchtet, die für die verwobene Geschichte Österreichs und Sloweniens besonders bedeutsam sind.
09. Mai bis 22. November 2026
Für den Österreichischen Pavillon führt die Performance-Künstlerin Florentina Holzinger ihre Recherche zum Element Wasser weiter und setzt diese zusammen mit der Kuratorin Nora-Swantje Almes erstmals als Inszenierung im Ausstellungsraum um. Wie stets bei Florentina Holzinger steht ein feministischer Zugang zu den Motiven im Mittelpunkt.
Auch für Venedig erforscht sie verschiedene Modi weiblicher Repräsentation und das Potenzial weiblicher Körperlichkeit, indem sie ständig an deren Erweiterung und der Entdeckung neuer Möglichkeiten arbeitet.
13. und 14. Juni 2025
Im Mittelpunkt steht die transformative Kraft des Zuhörens. Zuhören ist weit mehr als das passive Aufnehmen von Information - es ist ein aktiver Akt der Empathie, Solidarität und Mitgestaltung. Es eröffnet neue Perspektiven, fördert Wandel und Widerstand und fordert uns heraus, uns auf radikale Weise mit der Welt auseinanderzusetzen.
Wir freuen uns auf das 5. Mahler Forum für Musik und Gesellschaft!
Das vielfältige Programm beginnt mit einem musikalischen Parcours, der in der Uraufführung des an Tinkara Zupan ergangenen Kompositionsauftrags seinen Höhepunkt findet. Das Ensemble des Alma Mahler Musikvereins unter der Leitung von Alja Klemenc ist erneut für die musikalische Umsetzung verantwortlich. Unter dem Titel "Pingpong und Stille" treten Iris Dankemeyer und Martin Mettin in einen Dialog. Da es um gegenseitiges Zuhören geht, kommt das Publikum auch nicht zu kurz und darf sich auf Circle Singing mit Ivan Beaufils freuen. Beim Komponierhäuschen erwartet uns eine künstlerische Intervention von Toni Schmale.
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