AGENCY FOR BETTER LIVING / 2025
der österreichische Pavillon der 19. Internationalen Architekturausstellung – La Biennale di Venezia
section.a: Biennale-Büro, Projekt- und Produktionsleitung
Der Beitrag AGENCY FOR BETTER LIVING, kuratiert von Sabine Pollak, Michael Obrist und Lorenzo Romito, widmet sich der Frage, wie wir heute und in Zukunft besser leben und wohnen können. Dabei treffen zwei sehr unterschiedliche Systeme aufeinander: das Top-down-Modell des Wiener sozialen Wohnbaus und die Bottom-up-Praktiken der zivilgesellschaftlichen Selbstorganisation in Rom. Im gemeinsamen Austausch entsteht ein Raum, in dem Wissen geteilt, Perspektiven diskutiert und neue Ideen für ein Better Living for All entwickelt werden.
Begleitet wird die Ausstellung von einem offenen Programm aus Workshops, Präsentationen und Exkursionen, das im Format einer Assembly organisiert ist. Im Innenhof des sonst zweigeteilten Pavillons entsteht so ein Space of Negotiation – ein Ort, an dem Expert:innen und Besucher:innen gemeinsam über die Zukunft des Wohnens und Zusammenlebens nachdenken können. Ziel ist es, Wege zu finden, wie sich gesellschaftliche Herausforderungen wie zunehmende Armutsbetroffenheit, eine alternde Bevölkerung, die Folgen des Klimawandels oder soziale Spaltungen besser bewältigen lassen.
Kommissär:in: Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport
Kurator:innen und Design: Sabine Pollak, Michael Obrist und Lorenzo Romito
Forschungsteam Wien: Sabine Pollak und Michael Obrist mit dem Forschungsbereich Wohnbau und Entwerfen / Institut für Architektur und Entwerfen / Fakultät für Architektur und Raumplanung / TU Wien (Adna Babahmetović, Tatjana Bergmeister, Peter Fattinger, Sinem Firat, Marie Gnesda, Laura Huber, Michael Klein, Bernadette Krejs, Diego Martinez, Franz Ollertz, Franziska Orso, Lorenzo Vicari, Costanza Zeni) und Moritz Keilholz, Anton Krebs, Armin Linke, Carla Lo, Gili Merin, Nikola Miloradovic, Zara Pfeifer, Miriam Pollak, Lotte Schreiber, Paul Sebesta, Veronika Wladyga
Forschungsteam Rom: Stalker/SUN – Scuola di Urbanesimo Nomade in Zusammenarbeit mit Forum Territoriale Parco delle Energie, IURmap, MAd’O@Santa Croce/SpinTime, School of Herat, Scomodo, Vega; Giulia Fiocca und Lorenzo Romito mit Tommaso Arnaldi, Jessi Birtwistle, Marco Burrascano, Ottavia Cernuschi, Valeria Cirillo, Mateusz Dalla Torre, Chiara Davoli, Anton Filchakov, Giacomo Ruben Florenzano, Gilda Fornari, Silvio Galeano, Morteza Khaleghi, Armin Linke, Francesca Pionati, Edoardo Quattrucci, Irene Romito, Ludovica Rugi, Leroy S.P.Q.R’dam
Landschaftskonzept: Carla Lo Landschaftsarchitektur
Statik: Peter Bauer - Werkraum Ingenieure ZT
Presse und Öffentlichkeitsarbeit: Catharina Cramer, Susanne Haider - art:phallanx
Visuelle Kommunikation: Pascall Magino, Christof Nardin - Bueronardin
Programmierung Website: Philipp Daun
Versicherung: Barta Managing Art Insurance
Steuerrechtliche Projektbetreuung: Georg Geyer – Kanzlei Geyer & Geyer, Wien
Technische Koordination Venedig: Troels Bruun, Svetislava Isakov – M+B Studio, Venedig
Eventmanagement:Paolo Rossi - Microclima Venice
Ausstellung: Giardini, Venedig: 10. 05 bis 23. 11.2025
Auftakt: 11. Februar 2026
Literatur ist mehr als nur Text. Sie ist ein sozialer Raum, ein Ort der Aushandlung, der Erinnerung und der Imagination. Sie entsteht im Schreiben, entfaltet sich im Lesen und gewinnt ihre gesellschaftliche Relevanz im Teilen, Diskutieren und Erfahren.
Vor diesem Hintergrund kuratieren wir gemeinsam mit dem Fachbeirat des Kulturgremiums ein Schwerpunktjahr, das sich nicht als singuläres Event versteht, sondern als strukturgebender Prozess, der bestehende Praktiken sichtbar macht, vernetzt und nachhaltig stärkt.
Auftaktveranstaltung
Mittwoch, 11.02.2026, 17:00
Robert-Musil-Institut
Bahnhofstraße 50, 1. Stock
9020 Klagenfurt / Celovec
Programmpräsentation
Christine Haupt-Stummer, Andreas Krištof, Doris Moser, Dominik Srienc
Eröffnung
Landeshauptmann Peter Kaiser
Kulturreferent des Landes Kärnten
Bookoskop
Bianca Braunshofer
Literarisch-Musikalische Intervention
Lena Kolter
26. bis 30. Jänner 2026
Nach ihrer Präsentation 2025 im kärnten-museum in Klagenfurt findet die Ausstellung Hinschaun! Poglejmo. nun eine Fortsetzung und wandert nach Ljubljana. Dort ist sie in der Nationalversammlung der Republik Slowenien zu sehen. Das freut uns sehr!
Hinschaun! Poglejmo. verknüpft die NS-Herrschaft in Kärnten mit Schauplätzen von Krieg, Repression und Massenmord in Norwegen, Polen, Slowenien, Kroatien und Italien. Die Ausstellung rückt Widerstand ebenso in den Fokus wie vergessene Tatorte, kontextualisiert Nachkriegsbiografien neu und nimmt die institutionelle Perspektive des Museums kritisch in den Blick. Wir fragen: Was ist geschehen? Wie wurde erinnert? Und was bedeutet das für unsere Gegenwart?
Nach Slowenien wandert ein Teil dieser Erzählung – und zwar jener, der Aspekte der NS-Herrschaft beleuchtet, die für die verwobene Geschichte Österreichs und Sloweniens besonders bedeutsam sind.
09. Mai bis 22. November 2026
Für den Österreichischen Pavillon führt die Performance-Künstlerin Florentina Holzinger ihre Recherche zum Element Wasser weiter und setzt diese zusammen mit der Kuratorin Nora-Swantje Almes erstmals als Inszenierung im Ausstellungsraum um. Wie stets bei Florentina Holzinger steht ein feministischer Zugang zu den Motiven im Mittelpunkt.
Auch für Venedig erforscht sie verschiedene Modi weiblicher Repräsentation und das Potenzial weiblicher Körperlichkeit, indem sie ständig an deren Erweiterung und der Entdeckung neuer Möglichkeiten arbeitet.
13. und 14. Juni 2025
Im Mittelpunkt steht die transformative Kraft des Zuhörens. Zuhören ist weit mehr als das passive Aufnehmen von Information - es ist ein aktiver Akt der Empathie, Solidarität und Mitgestaltung. Es eröffnet neue Perspektiven, fördert Wandel und Widerstand und fordert uns heraus, uns auf radikale Weise mit der Welt auseinanderzusetzen.
Wir freuen uns auf das 5. Mahler Forum für Musik und Gesellschaft!
Das vielfältige Programm beginnt mit einem musikalischen Parcours, der in der Uraufführung des an Tinkara Zupan ergangenen Kompositionsauftrags seinen Höhepunkt findet. Das Ensemble des Alma Mahler Musikvereins unter der Leitung von Alja Klemenc ist erneut für die musikalische Umsetzung verantwortlich. Unter dem Titel "Pingpong und Stille" treten Iris Dankemeyer und Martin Mettin in einen Dialog. Da es um gegenseitiges Zuhören geht, kommt das Publikum auch nicht zu kurz und darf sich auf Circle Singing mit Ivan Beaufils freuen. Beim Komponierhäuschen erwartet uns eine künstlerische Intervention von Toni Schmale.
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