VOICES OF ENTANGLEMENT / 2024
das vierte Mahler Forum für Musik und Gesellschaft
section.a: Projektleitung und Co-Kurator:in der künstlerischen Interventionen gemeinsam mit Felicitas Thun-Hohenstein
Bei Voices of Entanglement dreht sich alles um Verbindungen, Verschränkungen und Netzwerke. Das gemeinsam mit Felicitas Thun-Hohenstein und Morten Solvik entwickelte Programm beleuchtet aus unterschiedlichen disziplinären Perspektiven, was Lebewesen und Lebensräume – sichtbar oder verborgen – miteinander verknüpft. Im Zentrum stehen künstlerische Praktiken und generationenübergreifende Verwobenheiten im familiären Umfeld Gustav Mahlers: seine Frau Alma Mahler als Komponistin, seine Tochter Anna Mahler als Bildhauerin und seine Enkelin Marina Mahler als Schriftstellerin.
Besucher:innen wie Mitwirkende sind eingeladen, gemeinsam aus Sicht der bildenden Kunst, der Musik, der Literatur sowie der Geistes- und Naturwissenschaften zu denken und zu diskutieren. Die musikalischen Beiträge treten dabei in einen Dialog mit Impulsvorträgen, Performances, künstlerischen Interventionen und offenen Gesprächsformaten.
Dem diskursiven, musikalischen Abend im Klagenfurter Konzerthaus geht eine performative Prozession durch den Wald zum Komponierhäuschen Maiernigg voraus. Diese wird von Claudia Bosse im Rahmen ihrer künstlerischen Intervention entanglement of ghosts (or artemis in a haunted forest) gestaltet. Den elektroakustischen Kommentar dazu steuert Günther Auer bei. Mit entanglement of ghosts (or artemis in a haunted forest) schafft Claudia Bosse eine Verbindung zwischen Gebautem und Gewachsenem, zwischen Gegenwärtigem und Vergangenem.
Auftraggeber: Verein Mahler Forum für Musik und Gesellschaft, Klagenfurt/Celovec
Idee & Konzept: Morten Solvik, Felicitas Thun-Hohenstein
Künstlerische Intervention: Claudia Bosse, Michele Drascek
Musiker:innen: Günther Auer, Catalina Butcaru, Roxana Constantinescu, Ensemble des Alma Mahler Musikvereins unter der Leitung von Alja Klemenc
Impulsgeber:innen: Alja Klemenc, Paul Lester, Marina Mahler, Miguel Segura-Sogorb, Morten Solvik, Felicitas Thun-Hohenstein, Tanja Traxler
Moderation: Christine Scheucher
Grafik: sensomatic
Medienproduktion: boxquadrat
Presse: Isabella Schöndorfer – WÖRTERSEE PR- & Textstudio
Übersetzung und Lektorat: Janko Trupej (Slowenisch), Brigitte Willinger (Deutsch/Englisch)
Partner:innen: Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport; Gustav Mahler Privatuniversität für Musik; Kelag; Land Kärnten; Radatz; Stadt Klagenfurt; Tourismus Region Klagenfurt am Wörthersee
Forum: 14. und 15. Juni 2024, Konzerthaus und Komponierhäuschen Maiernigg
Intervention beim Komponierhäuschen Maiernigg: Claudia Bosse, entanglement of ghosts (or artemis in a haunted forest), von Juni bis Oktober 2024
„entanglement with a haunted forest“ ist Teil der mehrteiligen Performance-Reihe „haunted landscape/s“, in der sich Claudia Bosse verwundeten Landschaften widmet.
14. bis 16. Oktober 2026
Bei den österreichischen Museumstagen in Eisenstadt hält Andreas Krištof am Donnerstag, den 15.10., die ICOM-Keynote „Wie Museen erzählen (können)“. Anhand von zwei Kärntner Ausstellungsbeispielen zeigt er auf, wie Vielstimmigkeit nicht als Ziel, sondern als Ausgangspunkt einer Debatte verstanden werden kann.
Seine Keynote plädiert für gesellschaftliche Verantwortung statt vermeintlicher Neutralität. Museen sollen historische Fakten klar benennen und Räume öffnen, um anderen das Erzählen zu ermöglichen.
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11. Februar bis 08. November 2026
Literatur ist mehr als nur Text. Sie ist ein sozialer Raum, ein Ort der Aushandlung, der Erinnerung und der Imagination. Sie entsteht im Schreiben, entfaltet sich im Lesen und gewinnt ihre gesellschaftliche Relevanz im Teilen, Diskutieren und Erfahren.
Vor diesem Hintergrund kuratieren wir gemeinsam mit dem Fachbeirat des Kulturgremiums ein Schwerpunktjahr, das sich nicht als singuläres Event versteht, sondern als strukturgebender Prozess, der bestehende Praktiken sichtbar macht, vernetzt und nachhaltig stärkt.
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09. Mai bis 22. November 2026
Für den Österreichischen Pavillon führt die Performance-Künstlerin Florentina Holzinger ihre Recherche zum Element Wasser weiter und setzt diese zusammen mit der Kuratorin Nora-Swantje Almes erstmals als Inszenierung im Ausstellungsraum um. Wie stets bei Florentina Holzinger steht ein feministischer Zugang zu den Motiven im Mittelpunkt.
Auch für Venedig erforscht sie verschiedene Modi weiblicher Repräsentation und das Potenzial weiblicher Körperlichkeit, indem sie ständig an deren Erweiterung und der Entdeckung neuer Möglichkeiten arbeitet.
10. und 11. Juli 2026
In diesem Jahr widmen wir uns der Improvisation - als künstlerische Praxis, als Form des Denkens, als Haltung gegenüber Unvorhersehbarem. Improvisation beginnt dort, wo nicht alles festgelegt ist: in der künstlerischen Intuition, in der BEreitschaft zu reagieren, im Vertrauen audf das, was entsteht. Sie öffnet Räume für das Unerwartete.
Am Freitag feiert Uno Stravagante Rituale von Marco Sau Welturaufführung, gefolgt von einem Gespräch rund um Kunst, Religion und Demokratie und einer Mitmach-Improvisation. Am Samstag wird das Gustav-Mahler-Komponierhäuschen mit Carola Dertnigs Symphony in Nylon und Musik von Susanna Gartmayer zur Bühne zeitgenössischer Kunst.
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