KABINENSCHAU. MOJA KABINA. LA MIA KABINA / 2012
ein trilaterales Ausstellungsprojekt zum Thema Badekultur
section.a: Kurator:in und Projektleiter:in der Ausstellung in Klagenfurt/Celovec
Nach mehreren Jahren der Auseinandersetzung mit vergessenen Landschaften im ländlichen Raum im Dreiländereck von Kärnten, Friaul und Slowenien wendet sich das UNIKUM 2012 der Geschichte von Gewässern und ihrer urbanen Prägung zu. BADESAISON verweist einerseits auf die Funktion solcher Ortschaften als Bade-, Kur- oder Ferienorte, spielt aber auch auf die Krisen- und Untergangsstimmung an, die an solchen Orten häufig anzutreffen ist. section.a bespielt unter diesem Gesichtspunkt einen der Ausstellungsorte, das Kalmusbad, das seit fast 100 Jahren ein Ort proletarischer Freizeitkultur ist. Sein Reiz besteht einerseits im baulichen Anachronismus der Anlage, die das Bad zu einem Ort der Entschleunigung macht, andererseits in der kommunikativen Atmosphäre, die jeden Besucher/jede Besucherin sofort anspricht. Dazu kommt die landschaftliche Schönheit, die dem Kalmusbad den Charakter einer Oase am Rande des Industriegebietes verleiht.
Vierzehn Künstler:innen verschiedener Herkunft reflektieren in ihren spezifisch für die Ausstellung konzipierten Arbeiten die Geschichte des Ortes und der näheren Umgebung, den Wandel des Körperbegriffs, Aspekte des Voyeurismus und die Zurschaustellung von Intimität in Form von installativen Settings in den historischen Badekabinen des Kalmusbades.
Auftraggeber: UNIKUM Universitätskulturzentrum Klagenfurt
Künstler:innen: Rut Anderwald & Leonhard Grond, Iris Andraschek & Hubert Lobnig, Miriam Bajtala, Eva Chytilek, Kunstsportgruppe Hochobir, Tatiana Lecomte, Gerhard Pilgram, Julia Willms, Gregor Zivić
Ausstellung: Kalmusbad an der Sattnitz/Jezernica, Klagenfurt / 22. April bis 5. Mai 2012
© Fotos: Künstler:innen
Auftakt: 11. Februar 2026
Literatur ist mehr als nur Text. Sie ist ein sozialer Raum, ein Ort der Aushandlung, der Erinnerung und der Imagination. Sie entsteht im Schreiben, entfaltet sich im Lesen und gewinnt ihre gesellschaftliche Relevanz im Teilen, Diskutieren und Erfahren.
Vor diesem Hintergrund kuratieren wir gemeinsam mit dem Fachbeirat des Kulturgremiums ein Schwerpunktjahr, das sich nicht als singuläres Event versteht, sondern als strukturgebender Prozess, der bestehende Praktiken sichtbar macht, vernetzt und nachhaltig stärkt.
Auftaktveranstaltung
Mittwoch, 11.02.2026, 17:00
Robert-Musil-Institut
Bahnhofstraße 50, 1. Stock
9020 Klagenfurt / Celovec
Programmpräsentation
Christine Haupt-Stummer, Andreas Krištof, Doris Moser, Dominik Srienc
Eröffnung
Landeshauptmann Peter Kaiser
Kulturreferent des Landes Kärnten
Bookoskop
Bianca Braunshofer
Literarisch-Musikalische Intervention
Lena Kolter
26. bis 30. Jänner 2026
Nach ihrer Präsentation 2025 im kärnten-museum in Klagenfurt findet die Ausstellung Hinschaun! Poglejmo. nun eine Fortsetzung und wandert nach Ljubljana. Dort ist sie in der Nationalversammlung der Republik Slowenien zu sehen. Das freut uns sehr!
Hinschaun! Poglejmo. verknüpft die NS-Herrschaft in Kärnten mit Schauplätzen von Krieg, Repression und Massenmord in Norwegen, Polen, Slowenien, Kroatien und Italien. Die Ausstellung rückt Widerstand ebenso in den Fokus wie vergessene Tatorte, kontextualisiert Nachkriegsbiografien neu und nimmt die institutionelle Perspektive des Museums kritisch in den Blick. Wir fragen: Was ist geschehen? Wie wurde erinnert? Und was bedeutet das für unsere Gegenwart?
Nach Slowenien wandert ein Teil dieser Erzählung – und zwar jener, der Aspekte der NS-Herrschaft beleuchtet, die für die verwobene Geschichte Österreichs und Sloweniens besonders bedeutsam sind.
09. Mai bis 22. November 2026
Für den Österreichischen Pavillon führt die Performance-Künstlerin Florentina Holzinger ihre Recherche zum Element Wasser weiter und setzt diese zusammen mit der Kuratorin Nora-Swantje Almes erstmals als Inszenierung im Ausstellungsraum um. Wie stets bei Florentina Holzinger steht ein feministischer Zugang zu den Motiven im Mittelpunkt.
Auch für Venedig erforscht sie verschiedene Modi weiblicher Repräsentation und das Potenzial weiblicher Körperlichkeit, indem sie ständig an deren Erweiterung und der Entdeckung neuer Möglichkeiten arbeitet.
13. und 14. Juni 2025
Im Mittelpunkt steht die transformative Kraft des Zuhörens. Zuhören ist weit mehr als das passive Aufnehmen von Information - es ist ein aktiver Akt der Empathie, Solidarität und Mitgestaltung. Es eröffnet neue Perspektiven, fördert Wandel und Widerstand und fordert uns heraus, uns auf radikale Weise mit der Welt auseinanderzusetzen.
Wir freuen uns auf das 5. Mahler Forum für Musik und Gesellschaft!
Das vielfältige Programm beginnt mit einem musikalischen Parcours, der in der Uraufführung des an Tinkara Zupan ergangenen Kompositionsauftrags seinen Höhepunkt findet. Das Ensemble des Alma Mahler Musikvereins unter der Leitung von Alja Klemenc ist erneut für die musikalische Umsetzung verantwortlich. Unter dem Titel "Pingpong und Stille" treten Iris Dankemeyer und Martin Mettin in einen Dialog. Da es um gegenseitiges Zuhören geht, kommt das Publikum auch nicht zu kurz und darf sich auf Circle Singing mit Ivan Beaufils freuen. Beim Komponierhäuschen erwartet uns eine künstlerische Intervention von Toni Schmale.
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