HIER UND JETZT – HIC ET NUNC / 2014
10 künstlerische Interventionen zum 900-jährigen Jubiläum im Stift Klosterneuburg
section.a: Kurator:in und Projektleiter:in und Redaktion Katalog
Anlässlich des 900-jährigen Bestehens des Stiftes Klosterneuburg ist section.a beauftragt, Künstler:innen auszuwählen, die auf bestimmte Räume des Stiftes und dessen Geschichte inhaltlich wie formal reagieren. Die Interventionen nehmen auf die unterschiedlichen Orte und deren historische wie soziale Konnotationen Bezug. Dabei legen die Künstler:innen Geschichten abseits gängiger Erzählungen offen, antworten auf das repräsentative barocke Architekturvokabular, durchbrechen die Verschlossenheit mittelalterlicher Symbolräume oder befragen den liturgischen Handlungsraum. Sie initiieren einen Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen der Bedeutung historischer Kunst und Impulsen zeitgenössischer Arbeiten, zwischen tradierten Kulturräumen und gegenwärtigen Rollenbildern.
Auftraggeber: Stift Klosterneuburg
Kuratorinnen: section.a für Mladen Bizumic, Eva Chytilek, Nilbar Güreş, Maruša Sagadin mit Chris Fladung, Steinbrener/Dempf & Huber, Julia Willms und Clemens Wolf / Cosima Rainer für Manuel Gorkiewicz, Christoph Meier und Nicole Wermers – in Kooperation mit Kunst im öffentlichen Raum Niederösterreich
Künstler:innen: Mladen Bizumic im Marmorsaal /1. Stock, Eva Chytilek im Kreuzgarten, Manuel Gorkiewicz im Außenraum, Nilbar Güreş im Vorraum der Sebastianikapelle, Christoph Meier im Apothekerhof, Maruša Sagadin mit Chris Fladung in der Sala terrena / Audioguide, Steinbrener/Dempf & Huber in der Stiftskirche, Nicole Wermers auf dem Vorplatz der Sala terrena, Julia Willms im Weinkeller / Kellergeschoss, Clemens Wolf in der Leopoldskapelle / Verduner Altar
Kunstvermittlung: Beatrice Jaschke, Katja Brandes / Stift Klosterneuburg
Ausstellungproduktion: Jakob Neulinger für Nilbar Güreş und Julia Willms / Franz Ritzer für Nicole Wermers und Manuel Gorkiewicz
Katalog mit Textbeiträgen von Juliane Feldhoffer, Wolfgang Huber, Cosima Rainer und Eva Maria Stadler, Lektorat: Katharina Sacken, Grafik: Christian Schienerl, Fotos: Stefan Lux,
Herausgeber: Stift Klosterneuburg
Ausstellung: Stift Klosterneuburg / 25. April bis 16. November 2014
© Fotos: Stefan Lux, Künstler:innen
Auftakt: 11. Februar 2026
Literatur ist mehr als nur Text. Sie ist ein sozialer Raum, ein Ort der Aushandlung, der Erinnerung und der Imagination. Sie entsteht im Schreiben, entfaltet sich im Lesen und gewinnt ihre gesellschaftliche Relevanz im Teilen, Diskutieren und Erfahren.
Vor diesem Hintergrund kuratieren wir gemeinsam mit dem Fachbeirat des Kulturgremiums ein Schwerpunktjahr, das sich nicht als singuläres Event versteht, sondern als strukturgebender Prozess, der bestehende Praktiken sichtbar macht, vernetzt und nachhaltig stärkt.
Auftaktveranstaltung
Mittwoch, 11.02.2026, 17:00
Robert-Musil-Institut
Bahnhofstraße 50, 1. Stock
9020 Klagenfurt / Celovec
Programmpräsentation
Christine Haupt-Stummer, Andreas Krištof, Doris Moser, Dominik Srienc
Eröffnung
Landeshauptmann Peter Kaiser
Kulturreferent des Landes Kärnten
Bookoskop
Bianca Braunshofer
Literarisch-Musikalische Intervention
Lena Kolter
26. bis 30. Jänner 2026
Nach ihrer Präsentation 2025 im kärnten-museum in Klagenfurt findet die Ausstellung Hinschaun! Poglejmo. nun eine Fortsetzung und wandert nach Ljubljana. Dort ist sie in der Nationalversammlung der Republik Slowenien zu sehen. Das freut uns sehr!
Hinschaun! Poglejmo. verknüpft die NS-Herrschaft in Kärnten mit Schauplätzen von Krieg, Repression und Massenmord in Norwegen, Polen, Slowenien, Kroatien und Italien. Die Ausstellung rückt Widerstand ebenso in den Fokus wie vergessene Tatorte, kontextualisiert Nachkriegsbiografien neu und nimmt die institutionelle Perspektive des Museums kritisch in den Blick. Wir fragen: Was ist geschehen? Wie wurde erinnert? Und was bedeutet das für unsere Gegenwart?
Nach Slowenien wandert ein Teil dieser Erzählung – und zwar jener, der Aspekte der NS-Herrschaft beleuchtet, die für die verwobene Geschichte Österreichs und Sloweniens besonders bedeutsam sind.
09. Mai bis 22. November 2026
Für den Österreichischen Pavillon führt die Performance-Künstlerin Florentina Holzinger ihre Recherche zum Element Wasser weiter und setzt diese zusammen mit der Kuratorin Nora-Swantje Almes erstmals als Inszenierung im Ausstellungsraum um. Wie stets bei Florentina Holzinger steht ein feministischer Zugang zu den Motiven im Mittelpunkt.
Auch für Venedig erforscht sie verschiedene Modi weiblicher Repräsentation und das Potenzial weiblicher Körperlichkeit, indem sie ständig an deren Erweiterung und der Entdeckung neuer Möglichkeiten arbeitet.
13. und 14. Juni 2025
Im Mittelpunkt steht die transformative Kraft des Zuhörens. Zuhören ist weit mehr als das passive Aufnehmen von Information - es ist ein aktiver Akt der Empathie, Solidarität und Mitgestaltung. Es eröffnet neue Perspektiven, fördert Wandel und Widerstand und fordert uns heraus, uns auf radikale Weise mit der Welt auseinanderzusetzen.
Wir freuen uns auf das 5. Mahler Forum für Musik und Gesellschaft!
Das vielfältige Programm beginnt mit einem musikalischen Parcours, der in der Uraufführung des an Tinkara Zupan ergangenen Kompositionsauftrags seinen Höhepunkt findet. Das Ensemble des Alma Mahler Musikvereins unter der Leitung von Alja Klemenc ist erneut für die musikalische Umsetzung verantwortlich. Unter dem Titel "Pingpong und Stille" treten Iris Dankemeyer und Martin Mettin in einen Dialog. Da es um gegenseitiges Zuhören geht, kommt das Publikum auch nicht zu kurz und darf sich auf Circle Singing mit Ivan Beaufils freuen. Beim Komponierhäuschen erwartet uns eine künstlerische Intervention von Toni Schmale.
Mehr Infiormation hier